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Lost Area – From The Ashes (CD-Review)

//Lost Area – From The Ashes (CD-Review)

von Sonja Messner

Lost Area war 2003 noch unter ganz anderen klanglichen Vorzeichen durch Jan Bertram gegründet worden. In der damaligen Zusammensetzung, noch mit Markus Bär als Frontmann, setzte man seine musikalischen Schwerpunkte eher im elektronischen Bereich vom heutigen Rock, war nicht wirklich viel zu spüren. Noch in Eigenproduktion brachte man seine ersten vier Songs im Jahre 2005 auf einer kleinen aber feinen EP mit dem Namen „Gabriel“ heraus. Ein Jahr später folgte dann die Veröffentlichung des Debütalbums „Dare To Dream“, mit welchem man sich etliche Supportgigs an Land ziehen konnte. Mit den Alben „Man Machine“ und „Memoria“ folgten in den kommenden vier Jahren zwei weitere, fast ausschließlich elektronische Alben, die den ein oder anderen Charthit beinhalteten sollten. Kein Wunder, dass Lost Area nun verstärkt als Supportband etlicher Szenegrößen wie u.a. Funker Vogt, Project Pitchfork und And One in Erscheinung traten. 2011 sollte es dann zu einem großen Umbruch kommen. Markus Bär, welcher die Band die vergangenen Jahre noch als Sänger begleitet hatte stieg aus, um sein eigenes Projekt X-In June zu starten. Als neuen Leadsänger fand man schnell den Schweizer „Violent Diva“ oder kurz „VDiva“, welcher die Band bis zum heutigen Tage stimmgewaltig anführt. Auf dem 2012 veröffentlichten Album „Destroying Something Beautiful“ zeigte sich, dass die Veränderungen nicht nur personeller Natur sein sollten.

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Neben VDiva, waren ja nun auch noch Fabian an der Gitarre und Chris Fox an den Drums mit im Boot. Viele neue Köpfe brachten neue Idee und das ursprünglich elektronische Grundkonzept wandelte sich langsam und wurde rockiger. Ein mutiger Schritt, der aber sehr positiv von den Hörern angenommen wurde. Das neue Konzept wurde zum einen durch mehrere aufwendig produzierte YouTube Videos auf dem Lost Area eigenen Channel als auch durch zahlreiche Live-Auftritte gepusht. 2013 dürfen wir uns nun auf das 5. Studioalbum der Schweizer Musiker mit dem mystischen Titel „From The Ashes“ freuen. Denkt man nun an die gute alte Redewendung „Wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen“, könnte man fast vermuten, das rockige Konzept würde wieder abgelegt und etwas lang verlorenes solle wieder zu neuem Glanz erstrahlen. Geht es mit dem neuen Album etwa wieder zurück zu den elektronischen Wurzeln von Lost Area? Nein, keine Angst bei den 12 Songs des neuen Longplayers handelt es sich um echten handgemachten Rock, der im klangvollen Lichte erstrahlt!

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Mit „From The Ashes“ startet das Album zunächst ruhig und mit sanften Klavierklängen, bevor die harten Gitarrenriffs und das Schlagzeug einsteigen. Nun ist man mal definitiv wach, doch durch den gesamten Song ziehen sich auch immer wieder ruhigere Passagen. Nicht nur musikalisch wird man so hin und her gerissen, sondern auch inhaltlich, gilt es doch eine geliebte Person wieder zurückzuholen. Bei „Lost In This World“ dominiert VDivas tiefe sonore Stimme und erinnert sehr an Sven Friedrich (u. a. Zeraphine, Solar Fake). Thematisch geht es weniger um das Verloren sein in dieser Welt, wie der Titel ja impliziert, sondern vielmehr darum sich selbst zu finden und nach einem Verlust wieder neu zu starten. Um das Verlangen und die Liebe geht es dann sehr temporeich in „The Spell“. Die Gitarrenriffs treiben den Song förmlich voran, erst als es darum geht alle „Forderungen“ akzentuiert aufzuzählen, wird das Tempo herausgenommen, schließlich sollen diese Worte ja nicht in der drängenden Melodie untergehen. Mit „If They Don’t Care“ folgt eine Hymne an die Einzigkeit einer bestimmten Person, oder vielleicht an jeden Einzelnen von uns? Hier stößt man klanglich auch wieder vermehrt auf elektronische Töne. „A Voice Is Calling“ ist dann ein gelungener Stilmix aus leicht elektronisch verfremdeten Piano, zum Rock gehörenden Gitarren- und Schlagzeugsounds sowie einem Metal entliehenem Growl-Gesang. Genau so verschieden sind wir alle und der Kampf darum, man selbst sein zu dürfen, wird hier auch besungen. „Promise Not To Hate Me“ handelt vom Abschiednehmen, von einer Liebe, die vorzeitig verglüht ist. Klanglich dementsprechend Melancholischer und mit sehr prägnanten Gitarrenriffs unterlegt. „When Darkness Falls“ startet wieder leicht elektronisch, bleibt aber insgesamt doch sehr rockig und wartet mit überraschenden Tempowechseln auf.

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In der Nacht scheint alles möglich zu sein, will uns VDiva hier gesanglich vermitteln. „Everyone“ ist ein sehr schönes, melancholisches vom Klavier getragenes Midtempo-Lied. War bislang immer von der Einzigartigkeit die Rede, werden hier Gemeinsamkeiten zwischen uns Individuen aufgezeigt. VDivas bislang so samtige Stimme nimmt hier teilweise schon gequälte Nuancen an. „Here And Now“ schließt klanglich lückenlos an, nimmt dann aber dank der treibenden Gitarren und des Schlagzeugs an Fahrt auf. Ziemlich fordernd und fast schon beschwingt lässt sich dieses Klangerlebnis wohl am besten beschreiben. Inhaltlich geht es ja auch um das Spiel der, oder besser gesagt um die Liebe. Abermals im Midtempo angesiedelt und mit elektronischen Untertönen versetzt geht es weiter mit „Change“. Der charismatische Leadsänger erinnert hier stimmlich sehr an Ville Valo, seines Zeichens Frontmann bei HIM – klagend, ja bisweilen frustriert und inhaltlich auf der Suche nach Lösungen. „It’s Time feat. Dennis Ostermann (ISC)“ steckt voller Energie. Wachrütteln soll uns dieser Song „Wake Up Before You Die“ heißt es da. Dieses Duett lebt von den beiden Gesangsparts, wobei Dennis unverkennbare Stimme weniger heraus sticht als vermutet. Es ist vielmehr ein Duett auf stimmlicher Augenhöhe. Die beiden Sänger harmonisieren sehr gut und machen „It’s Time“ zu einem echten Ohrenschmaus. Der letzte Track des Albums „One Day“ ist ein sehr ruhiges und gefühlvolles Stück, welches wieder durchweg vom Klavier getragen wird. Es kriecht einem förmlich unter die Haut und lässt einen nachdenklich zurück. Nachdenklich, weil es davon handelt, dass es da draußen einen Menschen gibt, der für einen alles tut, aber für sich selbst nichts. Wie schnell opfert man sich auf und schiebt alles mit den Worten „eines Tages mache ich das schon“ vor sich her. Durch seine ruhige Art lädt dieser Titel zum genaueren Zuhören ein und packt einen sehr schnell ganz tief im Inneren.

Fazit: Was sich bereits mit dem Vorgänger-Album „Destroying Something Beautiful“ abgezeichnet hat, wird hier konsequent fortgesetzt. Lost Area sind rockiger als jemals zuvor und haben die elektronische Komponente fast gänzlich abgelegt! Das ist echter handgemachter Rock und somit können sich Lost Area ohne Probleme mit Bands wie Lord of the Lost, The 69 Eyes, Lacrimas Profundere und sogar HIM messen. In einigen Songs erinnert VDivas Stimme doch tatsächlich ein wenig an Ville Valos Gesang, samtig, düster und ein bisschen melancholisch, genau so, wie es sich für eine ordentlichen Goth-Rock Sänger gehört. Die durchweg rockigen Songs mit eingebauten Tempowechseln sind zwar klanglich nicht unbedingt neu, gehen aber direkt ins Ohr. Die langsamen vom Piano getragenen Parts streicheln die Seele, während die temporeichen einen mitreißen. Inhaltlich geht es wie bei vergleichbaren Bands ebenfalls um die Liebe und den Verlust, aber hier wieder auch immer wieder der Begriff der Einzigartigkeit aufgegriffen. Für mich ein rundum gelungenes Album. Jedes Stück beleuchtet die angesprochen Themen auf unterschiedliche Art und Weise und setzt dies klanglich sehr gut in Szene. Mein Wow-Erlebnis ist der gemeinsame Song mit Dennis Ostermann von In Strict Confidence „It’s Time“, an meiner Seele gepackt hat mich am meisten „One Day“. Das Booklet von „From The Ashes“ ist wie immer liebevoll gestaltet, mit allen Lyrics und tollen Fotos von Annie Bertram bestückt. Manche Alben avancieren eben zum Gesamtkunstwerk, fehlt ein Teil, ist das Kunstwerk nicht komplett! Wer Lord of the Lost mag, dem wird auch Lost Area gefallen und derjenige sollte sich dieses Album auf jeden Fall zu Gemüte führen. Einen kleinen klanglichen Vorgeschmack gibt es bereits seit Juli 2013 auf YouTube zu finden. Neben dem offiziellen Clip des Songs „Lost In This World“, findet sich auf dem Bandchannel auch ein 12 min Album-Preview sowie der Tour-Trailer zur „We Are The Lost“ Tour, welche Lost Area derzeit gemeinsam mit LOTL bestreitet.

By | 2017-10-24T21:28:47+00:00 September 9th, 2013|Reviews|0 Comments

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